Naturnahe Stadt e.V.
 

Aktuelles

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P R E S S E M I T T E I L U N G

Hamburg, 05.08.2017

Der „Diesel-Gipfel“ am 02.08.2017 in Berlin

Unser Kommentar:

Das Diesel-Auto hat keine Zukunft

Der „Gipfel“ wurde publikums-wirksam angekündig., Und dann dies: Umweltverbände waren nicht eingeladen worden. Ebenso wenig Verbraucherschützer.  Dafür gab es Proteste von Umweltverbänden und Verbraucherschützern „draußen vor der Tür“- außerhalb des Sitzungssaals. Der Tagungsraum wurde „aus Sicherheitsgründen“ schnell in das Bundesinnenministerium verlegt.

Die „Abschluss-Erklärung“ bzw. der Entwurf wurde in der Öffentlichkeit bekannt, lange bevor der „Gipfel“ überhaupt begann. Nur ein Zufall?

Und die Ergebnisse? Mager. Man könnte beinahe mit William Shakespeare  sagen: „Viel Lärm um Nichts“. Umweltverbände, Verbraucherschützer, Linke und Grüne sind mit den Ergebnissen unzufrieden.

Die Politik „vergaß“, die Forderung nach technischer Umrüstung von Diesel-Autos an die Autoindustrie zu stellen. Wenn diese weiterhin ausbleibt, sind zum Teil massive gesundheitliche Beeinträchtigungen bei vielen Menschen (Atemluft-Probleme, Herz-Kreislauf-Beschwerden) die Folge. Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat eindeutig Vorrang vor dem Recht auf Mobilität. Das sagen Gerichte.

„Deutsche Städte bekommen ihre Probleme mit schlechter Luft nicht in den Griff. Weil die Schadstoffwerte seit Jahren zu hoch liegen, muss Stuttgart den Bürgern mit Fahrverboten drohen. (Anmerkung: In Stuttgart gibt es bereits Fahrverbote für Diesel-Autos. J.St.) In Berlin gilt neuerdings auf einer Bundesstraße Tempo 30. Und in Darmstadt wurde jetzt die vierte Umweltzone Hessens samt Durchfahrverbot für Lastwagen eingerichtet. Der Grund: Gefährlich hohe Werte an Stickstoffdioxid und Feinstaub, die hauptsächlich aus Dieselmotoren stammen.“ (Greenpeace: „Diesel: Das Problem. Wie Dieselmotoren die Luft in deutschen Städten ruinieren“)

Warum Fahrverbote für Diesel-Autos?

„Ein Diesel-PKW, der die Euro 5-Norm erfüllt, pruduziert unter realen Fahrbedingungen deutlich mehr gesundheitsschädliche Stickstoffoxide als benzin-betriebene Pkw, die lediglich die Euro 1-Norm einhalten. Im Vergleich zu Otto-Motoren emittieren Dieselmotoren nicht nur mehr Stickstoffoxide, sie weisen gleichzeitig einen höheren Anteil an Stickstoffdioxid auf.“ (Greenpeace, a.a.O.)

Fahrverbote für Diesel sind also nicht nur gerechtfertigt, sie sind notwendig. Weitere Fahrverbote auch in anderen Städten werden wohl folgen. Anderenfalls besteht auch Gefahr für den Klimaschutz. Das sagt jetzt auch der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (Grüne). („Welt am Sonntag“, 06.08.2017)

Jürgen Stopel, Michael Kretschmer


P R E S S E M I T T E I L U N G

Hamburg, 17.05.2017

Den Hamburger Stadtpark nicht zweckentfremden!

Wir haben nichts gegen die „Rolling Stones“. Aber wir verstehen nicht, warum ein Konzert, zu dem ca. 80.000 ZuhörerInnen erwartet werden, ausgerechnet im Hamburger Stadtpark stattfinden soll. Für ein solches „Mega-Event“ ist der Stadtpark nun wirklich nicht geeignet. Der Stadtpark ist ein Ort, an dem viele Menschen Ruhe finden und sich der Natur erfreuen können, eben ein „Rückzugsort“ insbesondere für Menschen, die sich kein eigenes Haus mit Garten leisten können. Das passt nicht zu der Ausrichtung einer Veranstaltung mit ca. 80.000 Teilnehmern!

Die Entscheidung, die „Rolling Stones“ im Hamburger Stadtpark auftreten zu lassen, ist eine Fehlentscheidung. Sie sollte schleunigst rückgängig gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Naturnahe Stadt e.V.
Jürgen Stopel, Michael Kretschmer, Peter Bollmeyer

INITIATIVE NATURNAHE STADT

Frau Bundeskanzlerin, wo bleibt ein
wirksamer Maßnahmeplan für Klimaschutz?

Während in Marrakesch vom 07. bis 18.11.2016 eine Weltklima-Konferenz mit mehr als 190 Staaten stattfindet, streitet sich die Regierungskoalition um einen Maßnahmeplan, der in Marrakesch präsentiert werden soll. Der Klimaschutzplan lag auch am 10.11. weiter auf Eis. Dabei ist der Klimaschutzplan 2050 von den Wirtschaftslobbys längst weichgespült worden. Als besonders umstritten gelten der „Abschied“ von Dieselautos nach 2030, die Reduktion der Tierbestände und der Ausstieg aus der Braunkohle.

Berlin als Vorreiterin beim Klimaschutz?

Am 12.11. (Samstag) wird bekannt, dass die Koalition ihren Streit „beigelegt“ habe; der Klimaschutzplan sei „fertig“, heißt es. Aus dem Klimaschutzplan (ca. 90 Seiten „stark“) soll deutlich werden, „wie Deutschland bis zur Mitte des Jahrhunderts nahezu ohne Treibhausgas-Emissionen wirtschaften kann“ (Süddeutsche Zeitung, 12.11.2016). Ein Fahrplan für eine klimafreundliche Zukunft? Wohl kaum.

Umweltorganisationen und auch die Grünen bezeichnen den Plan als unzureichend. DIE LINKE im Bundestag fordert, die Strategie nach der Weltklimakonferenz in Marokko in Ruhe erneut zu beraten. Das Papier der Bundesregierung ist voll von „sollte“ und „könnte“. Um die Emissionen erheblich zu drosseln, „braucht es eben doch jene letzte Konsequenz, die in Worte zu fassen sich die Koalition nicht traute“ (Süddeutsche Zeitung, a.a.O.). Es fehlt die verbindliche politische Aussage, dass weniger Kohlekraftwerke, weniger Verbrennungsmotoren etc. in Zukunft geplant sind.

Frau Merkel und Herr Gabriel müssten eigentlich wissen, dass wir nicht mehr viel Zeit haben. Wetterextreme wie zum Beispiel Starkregen und Tornados nehmen zu, sie sind auch in Europa längst keine Seltenheit mehr. Der Weg heraus aus Kohle, Öl und Gas ist alternativlos.

Initiative Naturnahe Stadt

Hamburg, 12.11.2016  

P R E S S E M I T T E I L U N G

Hamburg, 27.09.2016

   Ein Klimaforscher warnt:
„Hamburg ist in Gefahr!“

Der renommierte Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl (Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg) hat die mangelhaften Bemühungen auch des Hamburger Senats in Sachen Klimaschutz deutlich kritisiert und gewarnt: „Auf lange Sicht werden auch höhere Deiche nichts gegen steigende Meere helfen. Gerade Hamburg ist überdurchschnittlich betroffen.“
(Hamburger Morgenpost, 13.09.2016)

Endlich umsteigen: vom Auto auf den ÖPNV!

Er kritisiert auch, dass die Menschen (auch) „aus Bequemlichkeit“ nicht bereit seien, „etwas zu verändern“, also vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Prof. Graßl: „Wenn alle diejenigen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln genauso schnell am Arbeitsplatz sein können wie mit dem Auto, umsteigen würden, könnten die Emissionen massiv gesenkt werden.“ Wichtig sei auch, „statt des Flugzeugs die Bahn zu nehmen“ (zumindest innerhalb von Deutschland).

Wie die meisten Umweltverbände betont auch Graßl, dass Klimaschutz „eines der fundamentalsten Themen der Welt“ ist. Klimaschädliche Treibhausgase werden u.a. erzeugt durch Autos und Flugzeuge, aber auch durch Braunkohlekraftwerke (Moorburg).

Unsere Bürgerinitiative Naturnahe Stadt hat am 29. Juni 2015 in Hamburg eine erfolgreiche Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Graßl zu dem Thema „Klimawandel: Folgen der Erderwärmung für die Natur und Möglichkeiten einer Folgenbegrenzung“ durchgeführt.

Wo gibt es positive Signale aus der Politik?

Wir fordern den Hamburger Senat auf, Klimaschutz endlich als seine zentrale Aufgabe zu betrachten. In der Verkehrspolitik zum Beispiel ist dringend ein „Umschalten“ notwendig, eine neue Ampelschaltung im Interesse der Fußgänger und Radfahrer etwa. Hamburg ist keine „Autostadt“, wie Olaf Scholz, 1. Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, meint. Die öffentlichen Verkehrsmittel müssen weiter modernisiert, alle U-Bahn- und S-Bahnhöfe müssen barrierefrei werden. Es darf keine weiteren Tariferhöhungen für den ÖPNV geben!

Vom 25.09. bis 02.10.2016 findet laut Hamburger Morgenpost in Hamburg die 8. Klimawoche statt. Hauptthemen sind Nachhaltigkeit und „die Chancen für eine lebenswerte Zukunft“. Die Klimawoche wird von der Stadt Hamburg leider nicht mehr unterstützt.

Liebe HamburgerInnen,

über diese und weitere Themen möchten wir gern gemeinsam mit Ihnen / Euch diskutieren. Wir treffen uns regelmäßig an jedem 4. Donnerstag im Monat um 19:15 Uhr im Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg, Raum 2 (Parterre). Herzlich Willkommen!  

Nächster Termin: Donnerstag, 24. November 2016, 19:15 Uhr.